Ryan Gebhart
Bärenschwur

Nominiert als Interpret:
Sebastian Rudolph

Silberfisch
ISBN 978-3-86742-543-8

Hörbeispiel

Kurzbeschreibung:
Tyson ist dreizehn. Über seine Eltern kann er sich nicht beklagen. Nur, dass ihn sein bester Freund gegen ein Baseballteam und kichernde Mädchen eingetauscht hat, wurmt ihn. Wirklich versteht ihn aber nur Gramps, sein Großvater, zugleich sein bester Kumpel. Doch dann kommt Gramps in ein Seniorenheim und die Pläne der beiden, noch vor dem Ende der Sommerferien auf die Jagd zu gehen, scheinen zu platzen. Zudem melden die Zeitungen jede Woche nur Opfer von Bärenangriffen in den Wäldern des Grand Teton Nationalpark. Klar für Tysons Eltern ist, dass der Ausflug nicht stattfinden wird. Doch Tyson und Gramps wären nicht das beste Team der Welt, wenn sie keinen Weg fänden, das Verbot zu umgehen. Und danach wird nichts mehr so sein wie es vorher war…

Jurybegründung:
Es liegt eine besondere Brüchigkeit in der Stimme von Sebastian Rudolph, mit der er uns in „Bärenschwur“ in die Welt des 13-jährigen Tyson entführt. Fragil, stets vorbereitet in Lachen oder Weinen zu kippen. Eine Brüchigkeit, die gut passt zu dieser Umbruchphase des Teenagerseins, in der so viele Fragen nebeneinander verhandelt werden: Darf man als Junge auf Taylor Swift stehen, eine ganze Flasche Pflaumensaft auf einen Zug trinken, den Opa ins Pflegeheim abschieben? Wie gehen wir mit der eigenen Kindheit um? Was, wenn sich plötzlich herausstellt, dass das gar nicht der eigene Opa ist? Und was, verdammt noch mal, bedeutet es eigentlich ein Mann zu werden?